Sechzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg begegnen sich die Hörgeschädigten Fridolin Wasserkampf und Lothar Scharf, über achtzig Jahre alt der eine, über vierzig Jahre der andere. Beide wissen vom Schicksal der Hörgeschädigten im  Dritten Reich, Fridolin aus eigenem Erleben, Lothar aus den Erzählungen seines verstorbenen Vaters, der wie Fridolin eine Taubstummenanstalt besucht hat.
Was Fridolin aus seinem Leben und vom "HJ-Bann G" erzählte, schrieb Lothar auf. So - und aus weiterer Spurensuche des Autors - entstand dieses Buch, ein Stück spannende Zeitgeschichte über Gehörlose im Dritten Reich.

 

 

 

Als sich 1896 zum ersten Male jüdische Gehörlose in Berlin zu einem Verein zusammenschlossen, ahnte noch niemand, dass dieses jüdische Leben nach nur vier Jahrzehnten durch den NS-Holocaust sein schreckliches Ende finden würde. Gehörlose Juden waren eine Minderheit unter den ,,Minderwertigen“ des Dritten Reiches, zu denen auch die „Taubstummen“ zählten. Jüdische Schicksale nachzuzeichnen ist besonders schwer, denn der NS-Staat versuchte jegliche Erinnerung an jüdisches Leben auszulöschen. Dennoch gibt es Erinnerungen an gehörlose Juden, gibt es Geschichten, Fotos und Dokumente. Lothar Scharf hat sie aus Archiven und von Zeitzeugen zusammengetragen. So entstand dieses einzigartige Zeitdokument.

REZENSION
(Bericht von DGZ über dieses Buch!)